Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Albrecht Noll - Vorsitzender für Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Jens Schuch- Vorsitzender für musikalische Aus- und Weiterbildung
Jürgen Becker - Vorsitzender für Technische Angelegenheiten im Vereinsheim
Norbert Rieger- Schriftführer
Matthias Grauel - 1. Kassierer
Manuela Wolf - 2. Kassierer

Tobias Koch- Kassenprüferin
Jürgen Becker - Kassenprüfer

Karin Schmitt - 1. Notenwartin
Anke Krieger - 2. Notenwartin
Stefanie Amend - Uniformwartin
Dietmar Ruppel - 1. Beisitzerin
Anke Krieger- 2. Beisitzerin

 Geschichte des Musikvereins

„Cäcilia“ Bad Soden 1920 e.V.

Im Jahre 1920 fanden sich einige musikfreudige Männer zusammen, um einen Musikverein zu gründen. Zur Unterstützung dieser Sache sprach man den Musikdirektor Herrn Heinrich Schirmer aus Hailer an. Dieser erklärte sich bereit einen entstehenden Verein zu unterstützen. Der Bildhauer Toni Kloberdanz arbeitete eine Satzung des neu zu gründenden Vereins aus. Die Herren Toni Kloberdanz, Eduard Müller, Franz Grauel und Josef Ruppel beriefen für den 15 November 1920 eine Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft “ Zur Hoffnung “ , Inhaber Karl Wolf – heute Hedwig Schmitt- in Bad Soden ein. Es wurden gewählt: 1 Vorsitzender Toni Kloberdanz und 2. Vorsitzender Franz Grauel.

Dem neu gegründeten Verein gab man den Namen Musikverein “ Cäcilia “ Bad Soden-Stolzenberg. Als Dirigent wurde der Musikdirektor Heinrich Schirmer verpflichtet. Herr Schirmer erklärte sich bereit, mit dem Vorstand entsprechende Musikinstrumente zu beschaffen. Zur Finanzierung der Instrumente wurde ein Darlehen in Höhe von 18.000 Reichsmark bei der Raiffeisenkasse Bad Soden aufgenommen. Außerdem gab jedes aktive Mitglied 100 Reichsmark dazu. Bis Ausbruch des 2 Weltkrieges stand der Musikverein unter folgenden weiteren Dirigenten. Benedikt Rehm, Wilhelm Spielmann, A. Rehm, Wilhelm Spielmann und A. Kirsch.

Bei vielen abgehaltenen Vereinsfesten nach dem Kriege in Bad Soden und Umgebung übernahm der Musikverein Cäcilia die musikalische Umrahmungen und spielte weiterhin zu kirchlichen Anlässen unter Leitung des Dirigenten Richard Wagner.

1952 wird Karl Noll Kassierer,und nach der Fronleichnamsprozession 1952 spendierte die Metzgerei Josef Harnischfeger der Kapelle, je 2 Würstchen pro Musiker, die nach der Prozession, damals noch im Hause Harnischfeger, heute im Vereinsheim verzehrt werden. Diese „ Tradition “ besteht jetzt mehr als 50 Jahre und wird auch nach dem Tod von Herrn Josef Harnischfeger durch seinen Sohn Walter weitergeführt. 1963 übernahm Franz Hohmann den Dirigentenstab von Georg Jakob und zeichnete sich bis 1973 für die musikalische Richtung des Vereins aus.

1965 sprach der damalige Bürgermeister und Kurdirektor Fritz Hamm den Musikverein an. In diesem Gespräch bat Bürgermeister Hamm in seiner väterlichen Art: “ Traut euch mal und macht einmal für unsere Kurgäste ein Kurkonzert. Denn das “ , so Hamm, “ hören bestimmt alle gern. “ Unter Leitung von Franz Hohmann wurde das erste Kurkonzert im Konzertsaal des Kurmittelhauses, damals noch unter Beteiligung des Männerchores Frohsinn aufgeführt. Nach knapp 45 Jahren erfreuen sich diese sonntäglichen Blaskonzerte, die mittlerweile von vielen Musikkapellen des Altkreises Schlüchtern mitbestritten werden, immer noch großer Beliebtheit bei den Gästen und Bürgern. Sicherlich ist dieser damalige Sprung ins kalte Wasser auch darauf zurückzuführen, dass engagierte, entwicklungsfreudige Männer, sowie die Musikfreunde des Musikvereins bereit waren, mitzuziehen. 1973 übergab Franz Hohmann den Dirigentenstab an Franz Fischbach.

Am 04.12.1974 konnte der Musikverein die erste Probe im neuen Musikheim abhalten. Der Musikverein und der Gesangsverein Liederkranz hatten die Möglichkeit, eine “ Holzbaracke “ die als Unterkunft für Arbeiter beim Bau von Autobahnen diente, kostengünstig in Groß-Auheim zu erwerben. Gemeinsam schlug man diese ab und brachte sie mit Hilfe von städtischen Fahrzeugen nach Bad Soden. Am Ende des Hohmühlenweges wurde diese „ Baracke “ wieder aufgebaut und jeder Verein nutzte je eine Hälfte als eigenes Vereinsheim.

1977 trat Ursula Hemminger als aktives Mitglied in den Verein ein. Sie war die erste Frau, die den Weg in die Kapelle des Musikvereins fand. Um dies zu ermöglichen musste eine Satzungsänderung her, da es bis zu diesem Zeitpunkt lediglich Männern vorbehalten war, aktiv im Musikverein zu musizieren.

1979 erkrankte Franz Fischbach für längere Zeit und Horst Buß aus Steinau vertrat den erkrankten Dirigenten bei Probe- und Konzertterminen über mehrere Monate. Im Jahr 1980 konnte die erste Vereinsuniform (blaues Sacko, graue Hose und rote Westen) in Frammersbach beschafft werden und das Vereinsheim wurde um 5 weitere Meter vergrößert. 1983 musste Franz Fischbach aufgrund gesundheitlicher Probleme den Dirigentenposten aufgeben. Bis zur Verpflichtung eines neuen Dirigenten erklärte sich der mittlerweile verstorbene Dirigent Gerhard Lorenz dazu bereit, übergangsmäßig den Verein musikalisch zu leiten. 1984 trat Karl Noll nach 40 Jahren vom Posten des Kassierers zurück. Am 03.06.1984 war es dann soweit. Die „ Cäcilia “ begrüßte musikalisch den 1. D-Zug-Halt in Bad Soden-Salmünster 1985 wurde dann mit Armin Engel aus Bad Orb einen engagierten Dirigenten verpflichten. In der Ära Engel hatte der Musikverein die größte Belastung, hinsichtlich musikalischer Auftritte. So durfte das Orchester von 1985 – 1989 durchschnittlich 53 mal pro Jahr bei öffentlichen Auftritten musizieren. Am 21.05.1986, am Polterabend des Dirigenten, hatte die „ Cäcilia “ die Ehre, eine eigens für seine angehende Frau komponierte Polka, die „ Christina-Polka “ uraufzuführen. Im Sommer 1989 übernahm Herr Karl Wörz aus Meerholz den Dirigentenstab, da Armin Engel aus beruflichen Gründen sein Engagement bei der „ Cäcilia “ einstellen musste. Unter Karl Wörz blühte der Musikverein auf .Etliche Jugendliche konnten unter seiner Stabführung in das Stammorchester übernommen werden, nachdem sie zuerst „ Spielen in kleinen Gruppen “ und ein Jugendorchester des Vereins durchlaufen hatten. Seit 1989 veranstaltet der Musikverein in jedem Jahr sein Jahreskonzert. Zuerst wurden diese Konzerte mit benachbarten Musikvereinen aus Salmünster, Somborn und der Stadtkapelle Schlüchtern aufgeführt und seit 1993 in Alleinregie. 1992 wurde vom Stammorchester die erste Musikkassette “ Kurkonzert in Bad Soden-Salmünster “ aufgenommen und im April bei der Versammlung des deutschen Musikverbandes, die organisatorisch durch die „ Cäcilia “ begleitet wurde, im Konzertsaal präsentiert.

Im Jahr 1993 wurde für die damals ca. 50 aktiven Musiker eine neue Uniform bei der Firma Negele aus Tübingen beschafft. Dieser erhebliche finanzielle Aufwand war nur mit Spenden, Zuschüssen und einer Beteiligung der Aktiven in Höhe von 100 Deutsche Mark möglich. Der ehemalige Bürgermeister Bruno Döring unterstütze den Verein hierbei, indem er dem Musikverein half einen finanziellen Zuschuss aus dem Fond zur Förderung des Zonenrandgebietes mit Erfolg zu beantragten. Der Hessentag in Groß-Gerau war einer der Highlight-Auftritte dieses Jahres, und Karl Wörz setzte Marschproben auf den Übungsplan. 1995 wurde das 75 jährige Jubiläum mit einem großen Fest gebührend gefeiert. Eine neue Musikkassette und und CD, mit dem Titel: „ Musikalische Grüße aus Bad Soden “ wurde produziert. 1996 musste Karl Wörz aus beruflichen Gründen den Dirigentenstab niederlegen. Es übernahm die musikalische Leitung Horst W. Sassik aus Somborn, der leider 2003 unerwartet und viel zu früh verstorben ist. Auch für Horst W. Sassig stand die Jugendarbeit und Ausbildung an erster Stelle. So konnten unter Ihm ca. 40 Jugendliche ein Leistungsabzeichen ablegen. Aufgrund der Größe des Orchesters wurde das Vereinsheim zu klein und es musste angebaut werden. Aus „ Stein “ wurde ein Anbau vor die bereits stehende Holzbaracke gesetzt. So hatte das bis auf 60 Mitglieder angewachsene Orchester wieder genügend Platz zum Proben. 1997 konnte Horst W. Sassig aufgrund überregionalen musikalischen Beziehungen das Spielen des Zapfenstreiches, beim Seniorenkonvent am Ende der „ Weinheim Tagung “ , für den Verein organisieren. Im Jahr 1999 wurde dann mit über 1200 Arbeitsstunden der Holzteil des Vereinsheims abgerissen und massiv erneuert. Hierbei wurde darauf Wert gelegt eine schallhämmende Decke einzubauen. Am 10.05.1999 richtete der Musikverein den Landesmusikjugendtag in der Sport und Kulturhalle aus. Über 500 Jugendliche und Kinder nahmen an diesem Event teil. 2001 gab es eine Änderung in der Vereinsführung der „ Cäcilia “ .Nach über 25 Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit trat Albrecht Noll in die zweite Reihe und überließ neuen Köpfen das Ruder. Nun wurde das umfangreiche Amt des Vorsitzenden auf mehrere Schultern verteilt. Seither gibt es die Vorsitze, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, technische Angelegenheiten und Vereinsheim sowie musikalische Aus- und Weiterbildung. Ebenfalls kam es in 2001 zu einem Wechsel in der musikalischen Leitung des Vereins. Harald Kullmann aus Stockstadt übernahm die Kapelle und die Leitung des Jugendorchesters. Der jährliche Zapfenstreich an der Weinheim-Tagung wird auch weiterhin mit Harald Kullmann fortgesetzt. 2003 und 2005 wurden die Schlossfestspiele in Bad Soden durch eine Abordnung des Musikverein´s musikalisch begleitet. Für die Stücke „ Pygmalion “ und „ Diener zweier Herrn “ schrieb Harald Kullmann die musikalische Literatur.

2007 wurde eine weitere CD-Produktion, mit dem Titel „ Musik kennt keine Grenzen “ , aufgenommen. Auch hier ist die musikalische Hand Harald Kullmanns deutlich zu hören. 2008 wurde ein Ausbildungsensemble unter der Leitung von Carmen Harnischfeger aus Steinau gegründet welches im Sommer 2009 von Andreas Jäger übernommen wurde. Seit 2015 führt Joschi v. Sarközy den Dirigentenstab an und hat mit "Starker Sound" eine neue Nachwuchsära eingeleitet.

Nach 10 jähriger Tätigkeit von Harald Kullmann, als Dirigent bei der Cäcilia, trennten sich im September 2011 die Wege im beidseitigem Einvernehmen.Als neuer Mann am Taktstock konnte mit Jaroslaw Zakoucky ein engagierter Nachfolger verpflichtet werden. Sein erstes im Oktober geleitetes Konzert mit reinem volkstümlichen Inhalt kam bei den Musikern und vor allem bei den Zuhörern besonders gut an.Neben den jährlich stattfinden Jahreskonzerten, sind die aufgeführten Zapfenstreiche sowie die Vereinsausflüge die Highlights der musikalischen Auftritte. So bereiste die „ Cäcilia “ folgende Regionen, Österreich, Frankreich, den Schwarz- und Bayrischen Wald, das Erzgebirge, die Inseln Wangerooge und Rügen, die Städte Willingen im Sauerland, Worms/Speyer, und Detmold. Die letzte Konzertreise führte uns in die schönen Orte Stade und Hambur, an denen wir nicht nur die Gegend unsicher gemacht haben, sondern auch ein paar schöne Auftritte hatten. Aktuell waren wir in Erfurt und hatten dort bei herrlichem Wetter, einen Auftritt auf dem Domplatz.

Der Musikverein besteht heute aus ca. 40 aktiven Musiker und Musikerinnen im Stammorchester und ca. 25 Jugendlichen im Jugendorchester
In den Jahren 1992 und 1995 wurden die beiden Tonträger mit den Titeln 'Kurkonzert in Bad Soden-Salmünster' (MC) und 'Musikalische Grüße aus Bad Soden'(MC und CD) produziert
Für das Jubiläumsjahr 2000 hatte sich der Musikverein 'Cäcilia' einiges vorgenommen, so zum Beispiel das Frühlingskonzert in der Sport- und Kulturhalle Bad Soden. Am 27.+ 28. Mai fand - ebenfalls in der Sport-und Kulturhalle - das Jubiläumsfest statt. Am 2. Dezember fand ein Jubiläumskonzert statt, bei dem viele Musikstücke aus den jeweiligen Zeiträumen von damals und heute aufgeführt wurden.

Die Tradition der Jahreskonzerte wurde auch unter Dirigent Harald Kullmann weiter fortgeführt. Sehr erfolgreich waren die Jahreskonzerte im November 2002 ( u.a. 'Free World Fantasy', 'Die lustige Witwe' und der mit Gesang vorgetragene Titanic-Song 'My heart will go on') und im Mai 2003 ( u.a. mit 'Ross Roy', 'Les Miserables', 'Queens Park Melody' und 'Dort tanzt Lulu' mit einer Gesangseinlage des Dirigenten Harald Kullmann). Deutlich ist die musikalische Handschrift von Harald Kullmann hierbei zu erkennen gewesen.
Das Interpretieren neuer Musiktitel sowohl in traditionell volkstümlicher, als auch in popmoderner Art besitzen großen Stellenwert. Das Jugend- wie auch das Stammorchester bereiten sich in vielen Proben intensiv auf die bevorstehenden Aufgaben vor. Dank der professionellen Dirigentenarbeit von Harald Kullmann lernt das Orchester ungemein viel Neues dazu. Die durchweg positive Resonanz seitens des Publikums bestätigt dies nur allzu deutlich.